Claves, die wir uns merken sollten

Die Clave (spanisch „Schlüssel") bezeichnet Zweierlei: ein Instrument (zwei runde Holzstäbe) und eine typisch lateinamerikanische, musikalische Rhythmus-Figur. Die Aussprache ist unterschiedlich. Puristen werden zur Clave “Kla:ves” sagen – was der spanischen Aussprache entspricht. Andere werden das englische Clave “Kleivz” bevorzugen.

Claves sind zweitaktige Rhythmusmuster, die sich stets wiederholen. Im ersten Takt sind 2 Akzentuierungen und im zweiten Takt 3 und/oder auch umgekehrt. Man spricht daher von einer 2/3 Clave oder 3/2 Clave.

Die drei geläufigsten Claves sind:

  • Bossa Nova Clave
  • Son Clave
  • Rumba Clave                             … welche sich nur leicht unterscheiden.

 

Gemäß der wörtlichen Übersetzung kann die Clave durchaus als Schlüssel zur lateinamerikanischen Musik angesehen werden. Sie ist nicht nur eine rhythmische Struktur, sondern stellt ein komplexes und grundlegendes Konzept vor allem in der afrikanisch geprägten Musik Lateinamerikas dar. Entscheidend ist dabei die Zweitaktigkeit des Clave-Patterns. Die 3er-Seite der Clave baut Spannung auf, die auf der 2er-Seite wieder abgebaut wird. Dieser Spannungsbogen bestimmt das Arrangement des gesamten Stücks. Alle Intros, Outros und Breaks (Cierres) orientieren sich ebenso wie Melodien und Begleitmuster und die Musiker selbst an der „Richtung“ der Clave. Die Clave läuft in der Regel durch das ganze Stück durch und ändert sich dabei nicht. Das Interessante dabei ist, dass das eigentliche Clave-Pattern oftmals nicht gespielt werden muss. Es pulsiert in der Musik mit, ist aus den Percussionrhythmen ebenso herauszuhören wie aus den Montunos, die vom Piano gespielt werden. Geübte Musiker wissen intuitiv, auf welcher Seite der Clave sie sich gerade befinden (2er- oder 3er-Seite), so dass sie ihre rhythmische Orientierung bei Variationen oder Improvisation niemals verlieren. (Quelle: Wickipedia)