Binär kennen die meisten ja auch aus der Schule oder heutzutage speziell in der Computertechnik. Lapidar gesagt, die Informationen, die uns aus der Computertechnik erreichen, bestehen nur aus zwei Werten, in der Binärsprache "0" und "1", was analog auch an und aus bedeutet. Hier haben wir es also nur mit zwei Informationen zu tun.

In der Musik meint die binäre Struktur daher auch die Zweiteilige, was auch die lateinische Übersetzung ist. Rhythmen, die einer Teilung durch Zwei unterliegen, wie z.B. der 4/4 Takt oder die binären Unterteilungen von Ganze-Halbe-Viertel-Achtel-Sechzehntel usw., welches somit immer eine Verdoppelung der Notendauer darstellt, umgekehrt jeweils immer eine Halbierung.

Hier ist gut zu erkennen, wie sich die binäre Teilung rhythmisch fortsetzt.

  • Aus einer ganzen Note werden zwei halbe Noten,
  • aus einer halben Note werden zwei viertel Noten,
  • aus einer achtel Note werden zwei sechszehntel Noten.

In der ternären Unterteilung, also der "dreigeteilten" wie auch die lateinische Übersetzung, wird der Notenwert also verdreifacht oder dreigeteilt. Man spricht dann auch von "Triolen" (Trio=Drei). In der Praxis hat das meist auch nur Anwendung als Vierteltriole, Achteltriole, Sechszehnteltriole.

 

Hier sehen wir die jeweiligen ternäre Unterteilungen anhand des Diagrammes.

Die Triolen werden auch mit einer drei über oder unter den Notenhälsen notiert, manchmal auch zusätzlich mit einem Bindebogen.

Auch folgendes Diagramm zeigt die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Notenwerten:

Mmmmhhhh ... vielleicht entdeckt unsere digitale Technik ja auch bald eine ternäre Struktur und erlangt damit einen neuen Fortschritt. Oder die heilige Dreifaltigkeit, Yin und Yan vereinen sich ... naja auf jeden Fall kann man vieles auf die Zwei und die Drei zurückführen.

Taktarten, wie z.B. Dave Brubecks "Take Five" , welches im 5/4 Takt geschrieben ist, besteht aus einer Mischung eines 2/4 und einem 3/4 Takt, wie auch all die anderen Mischrhythmen (7/8=4/8+3/8 bzw 2/8+2/8+3/8 usw.).