Es sind eine ganze Reihe von Eigenschaften, die einen modernen Drummer ausmachen. In erster Linie sind es Fleiss, Ehrgeiz und Disziplin. Aber das alleine lässt uns noch keinen Groove erklingen. Wir müssen die Sprache der Rhythmik erlernen und diese durch unsere Körperglieder – und das sind viele - nach aussen dringen lassen. Und diese noch unabhängig voneinander in Bewegung halten. Bei keinem anderen Instrument spielt die Koordination der Gliedmaßen eine grössere Rolle wie beim Schlagzeug. Beide Beine, beide Arme spielen verschiedene rhythmische Figuren die zusammen einen Rhythmus (Groove) bilden.

 

Auch das Erlernen einer Schlagtechnik ist von grosser Bedeutung. Die Herausforderung des Schlagzeugers besteht darin, die Abläufe der natürlichen Körperbewegungen beim Spielen mit Entspanntheit zu meistern und gleichzeitig sinnlose Anstrengungen, die Spannungen erzeugen, zu verringern. Die richtige Technik hilft uns die Impulse des Gehirns (die geistige Idee) über unsere Gliedmaßen, die Sticks und Schlägels in unser Instrument, das Schlagzeug, koordiniert zu übertragen. So wie der Pianist seine Tonleiter übt, lernen wir Schlagzeuger eine Menge Methoden und Übungen, die uns die Fähigkeit zur Kontrolle der Sticks mittels Fingergelenk, Handgelenk, Unter- und Oberarm und sonstigen Körperbewegungen geben um gleichzeitig Kraft, Kontrolle, Ausdauer und Geschwindigkeit aufzubauen.

Technik heisst auch, ein tieferes Verständnis für seinen Körper zu erlangen. Es ist wichtig, seinen Körper beim Üben zu beobachten und darauf zu achten, dass alle Muskeln entspannt sind. Das Erlernen der Technik führt zu mehr Ausdruck der eigenen Kreativität.

 

"The ultimate goal is to be able to play what you hear in your mind and to be able to play it instantly ” .

Joe Morello (1983)

Üben, üben, üben ...

 

Die drei wichtigsten Methoden:

Übungspad, Metronom und Spiegel.

Gerade am Anfang ist es wichtig, die absolut unfehlbaren Grundlagen in punkto Spieltechniken und Timing auf einem Übungs-Pad zu erarbeiten und zu üben.

Das macht automatisch ein Metronom zu einem absolut verlässlichen Partner. Es ist bei all unseren Übungen im Einsatz und dient zur Kontrolle unseres Timings.

Ein Spiegel ist eine sehr gute Methode, seine Bewegungen zu überprüfen, zu korrigieren und so im Gesamten Dein Spiel flüssiger zu machen und zu verbessern.

Zu den Übungen:

Um einen Bewegungsablauf einzustudieren ist wirklich ratsam, diesen anfangs wie im Zeitraffer bzw. Zeitlupe ablaufen zu lassen und zu verinnerlichen, weil dadurch mehr Zeit bleibt, die Bewegungen bewusst auszuführen.

Unser Gehirn erlernt und reprogrammiert Gewohnheiten durch ständige Wiederholung. Wenn man seine Technik aus- und aufbauen will, wird das Erinnerungsvermögen über die Bewegungsabläufe der Muskeln ständig reprogrammiert. Langsam zu üben beschleunigt also in gewisser Weise den Lernprozess!

 

Jetzt aber ab zu den Übungen!!!