Musik besteht aus Rhythmus, Melodie und Harmonie. Auch Dynamik und Arrangement eines Stückes sind von Bedeutung.

Als Schlagzeuger haben wir es in erster Linie mit dem Rhythmus und dessen Dynamik zu tun. Dabei müssen wir den anderen Musikern in der Band ein solides, konstantes Tempo liefern, zur Not auch aufzwingen. Es ist egal, wer in der Band innerhalb eines Liedes das Tempo nicht hält, wir Drummer sind immer dafür verantwortlich, dass das Tempo konstant bleibt.

Wir sind also mehr wie all die anderen gefordert, den Rhythmus konsequent im gleichen Tempo zu halten. Dazu sind präzise Bewegungsabläufe essentiell, die uns immer zuverlässig auf den Punkt kommen lassen. Ein gut geschultes Timing und die Kunst zu lernen, sich am Schlagzeug auszudrücken.

Rhythmische Notenlehre, schreiben als auch lesen, verstehen und anwenden zu können, ist ein wichtiger Bestandteil. Die Notenlehre dient dabei dem Verständnis der für uns rhythmischen Zusammenhänge und der Kommunikation.

Damit wir die rhythmischen Strukturen, das Wie und Warum auch verstehen lernen, werden wir uns nach und nach die rhythmische Notenlehre erarbeiten.

Ein paar Tips zum Üben, und dann kann es bald losgehen.

  • Übe mit dem Metronom. Dein Timing wird sich immer mehr verbessern. Es gibt Dir eine präzise Referenz. Und es macht Deinen Fortschritt meßbar.
  • Wenn möglich, übe jeden Tag ein bisschen, das ist effektiver, als einmal die Woche acht Stunden hintereinander. Üben und nicht ‘ne Stunde auf dem Set rumdaddeln. Auf lange Sicht macht sich das kontinuierliche Üben bezahlt.
  • Um neue Bewegungsabläufe, Grooves, Technik einzustudieren ist wirklich ratsam, diese anfangs LANGSAM wie im Zeitraffer bzw. Zeitlupe ablaufen zu lassen, weil dadurch mehr Zeit bleibt, die Bewegungen bewusst auszuführen. Das Gehirn erlernt und reprogrammiert Gewohnheiten durch ständige Wiederholung. Die Bewegungsabläufe werden ständig über die Muskeln reprogrammiert. Langsame, gleichmäßige und korrekt ausgeführte Schläge sind deshalb viel besser geeignet, um alte Gewohnheiten durch neue, effektivere auszutauschen. Langsam zu üben beschleunigt also in gewisser Weise den Lernprozess und fördert die Qualität Deines Spielens.
  • Wer viel übt, kommt irgendwann an den Punkt, an dem er glaubt er würde sich gar nicht verbessern, ja sogar verschlechtern. Das ist normal und das kennt jeder, der viel übt, denn unser Gehirn braucht Zeit diese vielen neuen Informationen zu verarbeiten. Das vergeht aber auch wieder.
  • Mach Dir regelmäßig einen Übungsplan, große Ziele in mehrere kleine unterteilt, die Dich langsam dahin bringen... Z.B. „Ich will nächstes Jahr ein guter Jazzer sein!“ D.H. Diesen Monat Jazz/Swing Unabhängigkeitsübungen täglich 20 Minuten, dann Platten hören, Standards üben, jede Woche einen neuen zweitaktigen Jazz Groove.

Und last but not least, das wichtigste:

Musik macht Spaß.

Zwing Dich zu gar nichts, mal keine Lust, Ok dann was anderes. Auch Pausen müssen sein, das werden wir vor allem noch bei der Notenlehre verstehen. In diesem Sinne, merke: Auch eine Pause ist eine Note.

Ich weiß nicht mehr von wem, aber: „Musik ist der Raum zwischen den Noten!“

Also relaxed and have patience.